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Historie Damenkomitee |
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Gründung des
Damenkomitees „Germania“ & der erste Umzug in Roisdorf (1938 & 1939)
Es waren natürlich Frauen, die den Grundstein des
„Wiewerfastelovends in Roisdorf“ legten. Am 28. November 1938 in der
ehemaligen Gaststätte „Germania“ an der Brunnenstraße, gegenüber dem
Mineralbrunnen, wurde von 15 Frauen das Damenkomitee „Germania“ gegründet.
Erste Präsidentin war Christine Vendel. An Weiberfastnacht, an dem Männer
traditionell eine untergeordnete Rolle spielen, fanden im darauffolgenden
Jahr 1939 der erste Umzug und die erste Damensitzung in Roisdorf statt. Der
„Zug“ bestand nur aus einem Wagen, aber 13 „ närrische Weiber“ zogen, mit
Pappnasen und Masken kostümiert, durch die Straßen von Roisdorf. Der „Zugweg“
führte von der Gaststätte Schösser, heute „Zur Quelle“, ins Oberdorf,
Schußgasse, Brunnenallee, Siegesstraße, an der Kirche vorbei und wieder
zurück in den Vereinssaal Schlösser (später Weekend). Hier blickten die
Frauen glücklich und zufrieden auf ihren ersten Auftritt zurück und waren
sich einig, „dat se im nächste Johr widder dobei sen“. Mit Ausbruch des
Zweiten Weltkrieges im September 1939 bis zum Ende im Mai 1945 wurde daraus
jedoch nichts mehr. Auch in den ersten Jahren danach war ans Fastnachtfeiern
nicht zu denken. Nach dieser Zwangspause ertönte erstmals 1948 wieder „et
Trömmelche“, Spielmannszüge zogen durch die Straßen von Roisdorf und vor
allem die „jecken Wiewer“ waren wieder da. Wiederum unter der Leitung von
Christine Vendel starteten die Roisdorfer Narren den zweiten Anlauf zum
Weiberfastnachtsumzug, der seitdem mit einer Ausnahme – 1991 – in
ununterbrochener Folge stattfindet. Seit 1948 wurden nach dem Umzug
regelmäßig Damensitzungen in Form eines Kaffeeklatsches abgehalten. Mit
eigenen Kräften sowie Prinzenpaaren der Nachbarorte feiern die Frauen im
Saale Schlösser „ihren Wiewerfastelovend“. Am späteren Abend hatten dann auch
die Männer Zutritt und es wurde bis spät in die Nacht geschunkelt, getanzt
und gelacht. Später wurde im Saal Schlösser Roisdorfs erstes Kino errichtet,
so daß das Damenkomitee mit seiner Sitzung in den Saal Pütz (später
Badenheuer), in ihr „Gründungslokal“, auswich. Nach Jacobine Batta und Maria
Kuhl übernahm bis 1978 Therese Rott die Präsidentschaft des Damenkomitees.
Auch außerhalb der Fastnachtszeit trafen sich die Damen regelmäßig und
pflegten ein geselliges Miteinander. |
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